An einem schönen Sommertag in München. Zwei Polizeibeamte freuen sich ihres schönen Lebens. Die Vögel singen, die Sonne scheint, der Funk ist ruhig. Da stört die Einsatzzentrale die Idylle. Die Zentrale beordert die Streifenbesatzung zu einem Hochhaus im Münchner Norden. Dort soll eine Wohnung im 12. Stock brennen.
Mitgeteilt habe es ein Anwohner. Nun gut. Da sich die beiden Beamten in der Nähe befinden, sind sie auch vor der Feuerwehr am Einsatzort. Sie gehen zum Aufzug. In diesem ist mit weißer Schrift auf rotem Hintergrund zu lesen: „ Bei Bränden Aufzug nicht benutzen!“ Gut hilft nix. Menschen scheinen in Gefahr zu sein. Der einzige Weg führt über die Treppe nach oben. Jung, gut gebaut und konditionell auf höchsten Niveau wird Etage für Etage, Stockwerk für Stockwerk das Hochhaus erklommen. Immer mit dem festen Gedanken etwas Gutes zu tun.
Im 10. Stock angelangt, der Schweiß steht beiden auf der Stirn, das Keuchen dringt durchs Treppenhaus, hören die braven Polizisten ein wohlbekanntes „Bing!“. Sie öffnen die Türe zum Hausgang. Dort ist gerade der Aufzug angekommen. Sie stehen da mit offenen Mündern. Aus dem Aufzug steigen, wie sollte es auch anders sein, fünf Feuerwehrmänner in voller Ausrüstung aus. Ein nettes „Servus, seids ihr den ganzen weg nauf glaufen?!“ schallt es durch den Gang. Dann sind sie auch schon weg. Die Polizisten schauen sich verwundert an....
Was lernen wir aus dieser wahren Begebenheit? Dass man durchaus mal sehr böse auf einen Feuerwehrmann werden kann?!.. mag sein. Eher wohl, dass sich der Übereifer nicht lohnt, hätten die beiden Beamten ein paar Minuten gewartet, hätten sie wohl mit der Feuerwehr im Aufzug in den 10. Stock fahren können und nur zwei Stockwerke zu Fuß erklimmen müssen. Nicht mal eine Stunde Sport wurde ihnen geschrieben. Ach ja und gebrannt hat es natürlich auch nicht.....Fehlalarm.
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